Ruth Haas, Kunsthistorikenin

 

Zur Ausstellung Wahrnehmungen von Reni Donkova, Kaiserliche Hofburg zu Innsbruck,

05. März 2010 

 

 

Die Spuren von Reni Donkova sind sehr vitale und eindringliche Spuren, Ihre Farbflächen sind nicht die Folge einer Addition oder Gegenüberstellung. Sie scheinen sich aus der Verflechtung und Auseinandersetzung mit der Farbe, aus einem Darunter und Darüber, aus Tiefenstrukturen zu ergeben. Neue Orte werden geboren, imaginäre Räume entstehen, die die Künstlerin mit zarten und zugleich energiegeladenen grafischen Strukturen besiedelt.
Sie scheint Formen und Farben aufsteigen zu lassen – so wie Gottfried Benn beschreibt, wenn er von der Kunst als dem Heben versunkener Eindrücke spricht – Eindrücke, die es verändert wieder zu Tage zu fördern gilt.

 

Milena Dimitrova, Kunsthistorikerin

 

Zur Ausstellung Follow Me, Galerie SANDPECK, 1080 Josefsgasse, Wien.

Reni Donkovas Fantasiewelten, Holger Rudnicks Urbane Erkundungen

15. Juni 2014

 

Reni Donkovas Arbeiten stehen in der Tradition des Informel, das für eine expressive, am Künstler und dessen Subjektivität orientierte Abstraktion bekannt ist. Das Informel hat klassische geometrische Abstraktions- und Kompositionsprinzipien verworfen, zugunsten einer intuitiveren Form von Ausdruck.

Reni Donkovas Bilder setzen sich zusammen aus tektonischen Blöcken, die die Bildfläche ordnen, und die von gestischen Linien abgelöst werden. Ins Bild geritzte, angedeutete Schriftzeichen reflektieren die Bildsprache und den Abstraktionsprozess. Abstrakte Malerei wird bei Reni Donkova als eine der Schrift verwandte Ausdrucksform verstanden, insofern, dass die abstrakten Zeichen die sie setzt – Felder, Farben etwa, auf einen Gegenstand verweisen. Mit den Kürzeln und Lineamenten, die sie in die Farbschichten ritzt, aktiviert sie das Spannungsfeld von Schrift und Bild. Darüber hinaus bedeutet das Ritzen auch die Freilegung des Bildgrundes, der Leinwand, und ist so gleichsam eine Reflexion über die Realität des Bildes an sich. Es ist ein autonomer Anspruch des Bildes, auch ein Anspruch des Bildes auf eine autonome, nur ihm eigene Wirklichkeit, dem dadurch das Wort geredet wird.

Es sind autonome, auf subjektives Empfinden aufgebaute Bilder, und eine subjektive, expressive Malerei des individuellen inneren Erlebens, die den Bildern eine visionäre Realität verleiht. Ihrem autonomen Anspruch als Farb- und Formausdruck kommt ein inhaltlicher Aspekt hinzu, eine Geschichte, die erzählt wird. Diese Bezüge zur Wirklichkeit sind bei Reni Donkova jedoch immer Bezüge zu einer fiktiven Wirklichkeit, wie etwa bei den Lausbubenbildern, die der Phantasie der Künstlerin entspringen und eine bestimmte Atmosphäre einfangen. Für die visionäre Realität, die sich hinter den Bildern verbirgt, wird eine abstrakte Sprache gesucht, die der abstrakten Vorstellung dieser phantasierten Welt gerecht werden kann. 

 

 

Edith Schlocker, Kunstkritikerin, TT von 06.05.2015

 

Zur Ausstellung „Den Augenblick festhalten oder küssend deformieren“ mit Maria Bichler

 

Die, in der Art zu malen, die Hoke-Schülerin nicht verleugnen könnende Reni Donkova ist eine klassische Malerin und Grafikerin.

Kindheitserinnerungen oder Landschaften sind ihr Thema, stilisiert zu plakativ in der Fläche zelebrierten Zeichen oder poetischen Farbflecken. Mit dem Zweck, „die Wahrheit des Augenblicks festzuhalten“, wie die Künstlerin sagt.

Die auch eine exzellente Zeichnerin ist, wie ihre Serie rasch auf kleine Papiere während eines Konzerts hingeschriebener Skizzen zeigt, die den Rhythmus der gehörten Musik regelrecht körperlich spüren lassen. (schlo)

 

 

Nächste Ausstellung

03.September bis 19.Oktober 2019, in der Galerie "Zum Tiefen Keller" in Merseburg.

Dauer Ausstellung in der Produzenten-Galerie KUNSTBERGTIROL,

Höttingergasse 17, Innsbruck

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Reni Donkova

Anrufen

E-Mail

Anfahrt